Nach dem Sturm: Wie der Reichswald am Golfplatz neu wächst | GC am Reichswald

Nach dem Sturm: Wie der Reichswald auf unserem Golfplatz neu wächst

Wer in den letzten Monaten über unseren Platz gegangen ist, hat es gesehen: Der Reichswald rund um die Fairways hat sich verändert. Rund 1.500 Bäume hat der Golf Club am Reichswald durch das Unwetter im Sommer und die anschließenden Forstarbeiten verloren. Auf den ersten Blick ist das ein großer Verlust. Doch die neuen Lichtungen sind auch eine Chance für den Wald von morgen.

Ein Unwetter, wie Nürnberg es selten erlebt hat

Am Abend des 14. Juli 2026 zog eine gewaltige Gewitterzelle über den Nürnberger Norden. Die Wetterstation am Flughafen, direkt neben unserem Platz, maß 42,4 Liter Regen pro Quadratmeter in nur 15 Minuten. Im nahen Buchenbühl erreichte der Starkregen die höchste Stufe auf dem Starkregenindex. Der Flughafen musste den Betrieb unterbrechen. Im Sebalder Reichswald stürzten zahlreiche Bäume, und in Neunhof wurde sogar das Damwildgehege zerstört.

Auch unser Platz blieb nicht verschont. Umgestürzte und beschädigte Bäume mussten aus Sicherheitsgründen entfernt werden, gefolgt von notwendigen Forstarbeiten.

Gemeinsam angepackt

Dass der Platz so schnell wieder bespielbar war, verdanken wir vor allem unseren Mitgliedern. Viele haben mit angepackt, allen voran Peter Scherzer und Willi Höfler. Ihnen und allen Helferinnen und Helfern ein herzliches Dankeschön!

Platz für junge Eichen

Was nach Kahlschlag aussieht, hat eine gute Seite. Bereits in den vergangenen Jahren hat der Bayerische Staatsforst Eichen und andere Laubbäume gepflanzt. Bislang standen sie im Schatten der hohen Kiefern. Jetzt bekommen sie Licht und können hochkommen.

Damit passt die Entwicklung auf unserem Platz zum großen Ziel für den ganzen Reichswald. Seit Jahrhunderten dominieren hier Kiefern. Seit längerem wird er Schritt für Schritt zu einem stabileren Mischwald umgebaut, der Stürmen und Trockenheit besser standhält. Der Nürnberger Reichswald war 1979 der erste Bannwald Bayerns und ist heute europäisches Vogelschutzgebiet, Heimat von Schwarzspecht, Sperlingskauz und Haselhuhn.

Neue Wildblumenwiese an Bahn 3

Neben den jungen Bäumen gibt es auf dem Platz einen neuen Lebensraum: Am Abschlag 3 blüht auf rund 300 Quadratmetern eine Wildblumenwiese. Sie bietet Wildbienen, Schmetterlingen und anderen Insekten Nahrung. Damit ist sie die perfekte Ergänzung zu unseren Bienenvölkern.

Ganz allein sind wir dabei nicht. Gleich nebenan pflegt der Flughafen Nürnberg große Heide- und Magerrasenflächen, unter anderem zur Förderung von Wildbienen. Zusammen mit dem Wald entsteht so ein zusammenhängender Lebensraum für Insekten im Nürnberger Norden.

Unser Tipp für die nächste Runde

Nehmen Sie sich an Bahn 3 einen Moment Zeit und schauen Sie, wer auf der Wiese unterwegs ist. Achten Sie in den Waldstücken auf die jungen Eichen. Sie sind der Reichswald der nächsten Generation.